K i n d  o h n e  M e i n u n g
   


Kind ohne Meinung

 Der kleine Peter Fallistel hat's nicht leicht. Nach einem gemeinsamen Kinobesuch sind seine Eltern wieder einmal heftig aneinander geraten. Überraschend eröffnet sich dem Jungen eine verlockende Möglichkeit, aus dieser höchst unerfreulichen Situation zu entfliehen: Wie im Märchen macht er sich unsichtbar und schaut in seine eigene Zukunft. Aber was er da sieht, ist irritierend und entspricht so gar nicht dem, wie er sich sein Leben als unabhängiger Erwachsener vorstellt. Schließlich will er einmal Lehrer und nicht psychisch kranker Sozialhilfeempfänger werden ...
In "Kind ohne Meinung" stellt uns Peter Mannsdorff seine Romanfigur Peter Fallistel vor und versucht, seiner späteren psychischen Erkrankung auf den Grund zu gehen. So beginnt das Buch in den 60er Jahren, es wird eine Kindheit erzählt, die eigentlich "normal, stinknormal" gewesen ist. Oder was hätte anders verlaufen können oder müssen? Probeweise lässt Peter Mannsdorff den kleinen Peter bei den regelmäßigen Begegnungen mit dem erwachsenen, inzwischen bereits erkrankten Peter neue Wege gehen, stets auf der Suche nach den "gesunden" Anteilen des Erwachsenen, die zu einem anderen und besseren Leben führen können?
Und so beschließt der jüngere Peter, aus den Bahnen des Älteren auszubrechen, am Ende des Buches hecken die beiden schließlich einen Plan aus: Sie wollen die Romanwelt verlassen und sich in die reale Welt begeben, aber wird ihr wahrer Autor, der die beiden Romanfiguren erschaffen hat, das zulassen?